Tag der Afrikanischen Literaturen

11. Dezember 16-20 Uhr via Zoom

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Die diesjährige Verleihung des Literaturnobelpreises an den Tansanier Abdulrazak Gurnah, sowie die Verleihung des renommierten französischen Literaturpreises Prix Goncourt an Mohamed Mbougar Sarr aus dem Senegal haben der „Afrikanischen Literatur“ eine neue Aufmerksamkeit verschafft. Das vielfältige Feld der Afrikanischen Literatur wird oft übersehen und bekommt wenig Aufmerksamkeit im internationalen Diskurs. Wir freuen uns sehr, dass die diesjährige Vergabe von wichtigen Literaturpreisen auf Afrikanische Schriftsteller*innen aufmerksam macht und möchten Sie aus diesem Anlass einladen zum „Tag der Afrikanischen Literaturen“.

Dieser war in Kooperation mit dem Schauspielhaus Graz geplant- findet nun jedoch Online statt. Vier Schriftsteller*innen der afrikanischen Diaspora gestalten den Nachmittag mit ihren Lesungen. Außerdem wird einen kurzen Input zum Thema „Afrikanische Literaturen heute“ geben. Die Autor*innen lesen teilweise in ihren Muttersprachen, teilweise auf Deutsch. Die Übersetzungen werden von der Schauspielerin Ninja Reichert gelesen.

Wir freuen uns auf die folgenden eingeladenen
Schriftsteller*innen und Expert*innen:

Bessora ist Romanautorin und Verfasserin von Kurzgeschichten. Nach einer Karriere im internationalen Finanzwesen in Genf studierte sie Anthropologie und schrieb ihren ersten Roman Seit 1999 hat Bessora im Durchschnitt ein Buch pro Jahr veröffentlicht; Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Im Jahr 2001 erhielt sie den Fénéon Preis für ihr Werk „Ink Stains“ und im Jahr 2007 den renommierten Grand Prix litteraire d’ ´Afrique noire für ihren Roman „Pick me Pretty Sirs“. Sie ist außerdem Präsidentin des „Nationalen Verbands der Autoren und Komponisten“ und des Ständigen Rats der Schriftsteller*innen in Frankreich.

Dr. Tarek Eltayeb, geboren in Kairo, lebt seit 1984 in Wien und im Waldviertel. Er lehrt an der FH Krems, Uni Wien und Graz und ist ein häufiger Gast bei Literaturfestivals im In- und Ausland. Seit dem Beginn seiner schriftstellerischen Tätigkeit in 1958 wurden bereits 5 Romane und mehrere Kurzgeschichten von Tarek Eltayeb veröffentlicht, mehrere Gedichtbände sind in arabischer Sprache erschienen. Ein Teil seiner Werke liegt in deutscher Übersetzung vor.

Dr. Chibo Onyeji wurde 1950 in Enugu, Nigeria geboren und lebt heute in Ebreichsdorf, Österreich. Er ist Autor mehrerer Gedichtsammlungen einschließlich zweisprachiger Ausgaben in Igbo und Deutsch. Seine Essays, Gedichte und Kurzgeschichten sind in Zeitschriften und Anthologien aber auch online erschienen. Für seine Kurzgeschichte „Escape Goat“ erhielt er den Olauda Equiano First Prize for Fiction im Jahr 2007. Seine Kurzgeschichte „The Professor“ war für diesen Preis 2005 nominiert. Seit vielen Jahren ist er entschiedener Vertreter für die Einhaltung der Grundrechte. In den Jahren 2010-2013 war er Präsident des European Network Against Racism (ENAR), Brüssel, Belgien.

Die sudanesische Schriftstellerin und Journalistin Dr. Ishraga Mustafa Hamid lebt seit vielen Jahren in Wien und hat zahlreiche Preise für ihre schriftstellerische Tätigkeit sowie für ihr Engagement im Empowerment von Frauen der afrikanischen Diaspora gewonnen. Sie ist Mitglied im P.e.n. Club sowie im IG Autor*innen Verband und Mitbegründerin der Plattform Migration- Literatur- grenzenlos. Mehrere ihrer Gedichtbände, eine Autobiographie sowie verschiedene Prosatexte sind von ihr veröffentlicht.

Die Veranstaltung wird moderiert von:
Ass.-Prof. Rémi Tchokothe ist seit Herbst 2020 Tenure- Track Professor für afrikanische Literaturen an der Universität Wien. Sein Forschungsprofil umfasst unter anderem Swahili Literatur, übersetzte Wolof Literatur und frankophone Literatur des indischen Ozeans (Komorische Inseln). Er folgt einem feldforschungsorientierten Ansatz der Literaturwissenschaft und pflegt den Austausch zwischen der akademischen Welt und dem breiteren Publikum.